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Die Zukunft des Klimas


Buchtitel "Eis gegen heiß. Wie wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen" zeigt piktogrammartige Grafiken mit Klimafolgen wie Bränden und Starkregen, Person lesend unter einem Sonnenschirm, das Aufschütten einer Düne gegen Hochwasser

Sechs Jahre ist es her, dass sich Christian Serrer mit der Herausgabe des quadratisch-praktisch-guten Büchleins Kleine Gase – große Wirkung. Der Klimawandel als Wissensvermittler hervorgetan hat. Mittlerweile hat er die praxisnahe und anschauliche Kommunikation komplexer Themen zum Geschäftsmodell gemacht – und mit Eis gegen heiß legt er nun den logischen Folgeband im bewährten 16 mal 16-cm-Format vor. Wieder ist der Tonfall unaufgeregt und sachlich, wenn in einer knappen einleitenden Aufstellung „Das 1×1 des Klimawandels“ rekapituliert wird, bevor es in medias res geht: „Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam voranzutreiben“ ist das Gebot der Stunde, wollen wir unsere Lebensqualität erhalten. Deutlich wird, dass es nach der Mitwirkung jedes und jeder Einzelnen verlangt und dabei nur gemeinsam geht, sowohl im Sinne von globaler Kooperation als auch thematisch. Denn die drei Faktoren für Klimarisiken, „Klimagefahr“ (klimawandelbedingte Folgen wie Extremwetterereignisse, Waldbrände …), „Ausgesetztheit“ (brüchige Lieferketten, Überschwemmungsgebiete …) und „Verwundbarkeit“ (sehr junges oder hohes Alter, mangelnder Hochwasserschutz, fehlende Frühwarnsysteme …) müssen alle und parallel – und mit deutlich erhöhtem Tempo als bisher – angegangen werden, und zwar zum einzig möglichen Zeitpunkt: jetzt. Weiter wie bisher führt nämlich „wahrscheinlich“ zu bis zu +3,0 °C zum Ende des Jahrhunderts. Der Anpassung sind jedoch (weiche und harte) Grenzen gesetzt, und diese verschieben sich mit jedem zusätzlichen Zehntelgrad nach oben.

Das Ganze ist sorgfältig recherchiert (Fußnoten/Quellen online), mustergültig strukturiert, inhaltlich präzise auf den Punkt gebracht und nicht zuletzt dank der anschaulichen Infografiken wieder ein Schweizer Taschenmesser unter den Büchern geworden, mit dem man für jede Klimadebatte bestens gerüstet ist. Zumindest solange man sie mit Menschen führt, für die es zu Fakten keine Alternative gibt.


Christian Serrer et al., „Eis gegen heiß. Wie wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen“. EUR 15,50 / 162 S. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2025



Zeitungsartikel, Rezension im der Standard von Helmuth Santler des Buches "Eis gegen Heiß" von Christian Serrer. Text erklärt Buchinhalt zu Klimawandelanpassung, Coverabbildung

Im Standard, 213.2026

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