Ihr Weg zu sich
- Helmuth Santler

- 23. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 11 Stunden

Ein Attentat mit knapper Not überlebt, den Friedensnobelpreis erhalten, Bücher veröffentlicht, eine Stiftung gegründet, eine Schule errichtet: Es gibt nicht viele, die mit 20 bereits ein ganzes Leben hinter sich haben. Und das in ständiger Begleitung von Sicherheitskräften, denn Hasspostings und Todesdrohungen sind Alltag für die weltweite Sprecherin für das Recht von Mädchen auf Bildung, Malala Yousafzei. Jetzt aber, nach einem Sommer voller Konferenzen und mit Treffen mit neun Premierministern, ist sie einfach nur eine euphorisierte Studienanfängerin: „Neue Freundinnen! Keine Eltern! Keine Regeln!“ Ihr Memoir ist sehr persönlich, sehr ehrlich, voller Humor und von mitreißender Herzlichkeit. Es erzählt von ihrem inneren Zwist zwischen ihrem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung und den Zwängen der streng patriarchalen, oft frauenverachtenden Gesellschaft, in die sie hineingeboren wurde. Die sie verändern will und der sie gerade deshalb auch verbunden bleiben muss. Es geht um Liebe, Freundschaft, Angst, Verletzlichkeit und Stärke – bis Malala das Wichtigste im Leben kennenlernt: sich selbst.
Malala Yousafzei, „Finding My Way. Ein Memoir“. € 24,70 / 352 S. Droemer, München 2025

Im Standard, 23.05.2026 (mit doppeltem Fehler: Es handelt sich nicht um ein Kinderbuch und die Rezension ist tatsächlich von mir, nicht Peter Mayr. Online ist es korrekt (runterscrollen)).



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