Zur Person: Wale
Faszination Wale, Teil 2: Kürzlich wurde an dieser Stelle ein spielerisches Walkunde-Einstiegsbuch für Lesende ab sechs Jahren empfohlen. Weiterführend für Kids von 8 bis 88 bietet sich dieses Prachtstück im passenden Gigantenformat an. Eine Vielzahl an verblüffenden Informationen, herausragend mit von Hand (!) gefertigten, kunstvollen Illustrationen präsentiert, lässt einen staunend und ehrfürchtig zurück. Jede Seite macht die Giganten der Meere mehr zu Individuen. Delfine haben Namen, einen individuellen Pfeifton, der sich aus dem der Mutter entwickelt; Wale kommen, artübergreifend, anderen Walen zu Hilfe, um z.B. bedrohte Tiere zu beschützen; Verstorbene werden oft tagelang in Trauerzügen mitgeführt, bis Wal sie gehen lässt. Manche Orcas wiederum erinnern in ihrem Verhalten eher an hochintelligente Psychopathen à la Hannibal Lecter: Von zwei südafrikanischen Killerwalen ist bekannt, dass sie sich ausschließlich von der Leber von Weißen Haien ernähren. Was nichts daran ändert: „Jeder Wal besitzt als Person das Recht auf Leben, Freiheit und Wohlbefinden“ (Whale & Dolphin Conservation Society, 2010).
Amandine Delaunay, „Wale. Giganten der Meere“. € 22,70 / 48 S. Gerstenberg, Hildesheim 2025